Metroid Prime 4: Beyond – Das lange Warten hat ein Ende

Was für eine schwere Geburt: Nach einer turbulenten, achtjährigen Entwicklungsphase und dem kompletten Neustart durch die Retro Studios im Jahr 2019 ist Metroid Prime 4: Beyond am 4. Dezember 2025 endlich erschienen. Nintendo hat sich hier für einen echten Cross-Gen-Release entschieden: Das Spiel kam zeitgleich für die klassische Nintendo Switch und in einer technisch optimierten Fassung für die neue Nintendo Switch 2 auf den Markt.

Darum geht es im neuen Abenteuer

Die Story schickt die legendäre Kopfgeldjägerin Samus Aran auf den unbarmherzigen Dschungelplaneten Viewros. Nach einer Bruchlandung sitzt sie dort fest und muss einen Weg nach Hause finden. Fans der Reihe dürfen sich auf ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten freuen: Der berüchtigte Kopfgeldjäger Sylux kehrt als zentraler Gegenspieler zurück und macht Samus das Leben schwer.

Das ist neu im Gameplay:

  • Psy-Kräfte: Neben den klassischen Beams und Missiles nutzt Samus im Verlauf der Geschichte völlig neue Psy-Fähigkeiten, um Rätsel zu lösen und versperrte Wege freizuschalten.
  • Die Wüste und das Vehikel: Die einzelnen Biome des Planeten werden durch ein riesiges Wüstengebiet miteinander verbunden. Damit die Laufwege nicht zu lang werden, ist Samus hier erstmals mit einem fahrbaren Untersatz unterwegs, um das Areal zu erkunden.
  • Klassische Tugenden: Natürlich sind auch das Erkunden der verschachtelten Areale, das Freischalten neuer Upgrades (Backtracking) und der ikonische Scan-Visor wieder fest im Gameplay verankert.

Switch vs. Switch 2: Der Technik-Check

Während die Version für die alte Switch das Letzte aus der Hardware herausholt, dreht die Fassung für die Nintendo Switch 2 technisch so richtig auf. Spieler haben auf der neuen Konsole die Wahl zwischen zwei Grafik-Modi im TV-Betrieb:

  • Quality Mode: Gestochen scharfe native 4K-Auflösung bei flüssigen 60 fps und HDR-Unterstützung.
  • Performance Mode: Wer maximale Reaktionsgeschwindigkeit sucht, bekommt hier butterweiche 120 fps bei einer Auflösung von 1080p.
  • Mobil-Modus & Steuerung: Auch im Handheld-Modus der Switch 2 läuft das Spiel deutlich schärfer und stabiler. Zudem unterstützen die neuen Joy-Con 2-Controller einen extrem präzisen Maus-Modus über die verbesserten Bewegungssensoren, was das Zielen spürbar erleichtert.

Kritiken und Fan-Feedback: Genial, aber nicht ohne Makel

Die internationale Presse und die Gaming-Community sind sich weitgehend einig, dass hier ein echtes atmosphärisches Schwergewicht abgeliefert wurde – allerdings gibt es auch ein paar heftige Diskussionen.

  • Das wird gefeiert: Die unglaublich dichte Atmosphäre, das clevere Dungeon-Design und die grandiosen Lichteffekte (besonders auf der Switch 2) fangen das klassische Metroid-Gefühl perfekt ein. Auch die packenden Bosskämpfe wissen zu überzeugen.
  • Das sorgt für Frust: Die neue, offene Wüstenregion fühlt sich für viele Spieler streckenweise zu leer an. Zudem passen die teils störenden Nicht-Spieler-Charaktere (NPCs) für manche nicht so ganz zum typischen Gefühl der Einsamkeit, das die Reihe eigentlich ausmacht.
  • Der Amiibo-Aufreger: Für echte Schnappatmung in den Foren sorgt eine dreiste Paywall. Wer während der Wüstenfahrten die coole Hintergrundmusik wechseln möchte, muss dafür tatsächlich ein bestimmtes Amiibo einscannen.

Fazit zum Verkaufsstart: Trotz der eigentlich guten Wertungen lief der Verkaufsstart in den Charts im Vergleich zu den extrem hohen Erwartungen nach der langen Wartezeit bisher eher verhalten an. Wer Sci-Fi-Abenteuer und First-Person-Action liebt, kommt an diesem Brett aber trotzdem kaum vorbei.

Bild Quelle: Nintendo

Von Denis

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