brachiale Action trifft auf beeindruckende Technik

Mit Gears of War: E-Day kehrt eine der bekanntesten Xbox-Actionserien zurück – und erzählt dabei die Geschichte, mit der alles begann. Statt zeitlich nach den bisherigen Teilen weiterzumachen, führt uns The Coalition zurück zum Emergence Day, dem Tag, an dem die Locust über Sera herfallen.

Ich habe mir die PC-Version genauer angesehen und mehrere Stunden auf meinem Gaming-PC gespielt. Dabei lief das Spiel mit hohen Grafikeinstellungen, Raytracing deaktiviert und DLSS Dynamic.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Gears of War: E-Day läuft auf meiner RTX 3080 überraschend konstant und sieht gleichzeitig verdammt gut aus.


Mein Gaming-PC

Für den Test kam mein normaler Gaming-PC zum Einsatz:

  • CPU: AMD Ryzen 7 5700X
  • GPU: NVIDIA GeForce RTX 3080 10 GB
  • RAM: 32 GB DDR4-3200
  • Betriebssystem: Windows 11
  • Auflösung: 1920 × 1080
  • Grafikeinstellungen: Hoch
  • Raytracing: Aus
  • Upscaling: DLSS Dynamic
  • Monitor: 75 Hz

Damit liegt mein Rechner leistungstechnisch deutlich über den offiziellen Mindestanforderungen. Gears of War: E-Day setzt auf dem PC allerdings bereits eine Grafikkarte mit Hardware-Raytracing voraus und benötigt mindestens 12 GB RAM. Empfohlen werden 16 GB.


Der erste Eindruck: Was für eine Grafik!

Schon die ersten Spielminuten machen deutlich, dass The Coalition technisch einiges aus der Unreal Engine 5 herausholt.

Gebäude, Straßen, zerstörte Umgebungen und die Beleuchtung wirken unglaublich detailliert. Gerade wenn Explosionen, Rauch, Funken und zerstörbare Objekte gleichzeitig auf dem Bildschirm auftauchen, sieht E-Day teilweise eher wie eine Tech-Demo als wie ein klassischer Third-Person-Shooter aus.

Das passt auch zu den technischen Analysen anderer PC-Tests: E-Day gehört aktuell zu den grafisch beeindruckendsten Spielen und setzt auf die Unreal Engine 5.6 sowie moderne Raytracing-Techniken.

Und das Wichtigste: Auf meinem System sieht das Spiel nicht nur gut aus, es läuft auch ordentlich.


75 FPS im Schnitt

Die interessanteste Zahl meines Tests ist natürlich die Framerate.

Mit meinen Einstellungen erreichte Gears of War: E-Day durchschnittlich 75 FPS.

Noch interessanter ist der gemessene 1%-Low-Wert von 59 FPS.

Das bedeutet: Selbst in den anspruchsvolleren Momenten fällt die Performance nicht plötzlich komplett auseinander. Für meinen 75-Hz-Monitor ist das Ergebnis damit ziemlich passend.

Meine Messwerte

MesswertErgebnis
Durchschnittliche FPS75 FPS
1%-Low59 FPS
Frame Time13,3 ms
Auflösung1080p
PresetHoch
RaytracingAus
DLSSDynamic

Gerade die 13,3 ms Frame Time passen dabei sehr gut zu den gemessenen 75 FPS.

Für mich fühlt sich das Spiel dadurch angenehm flüssig an. Es gibt zwar Situationen, in denen die Bildrate sichtbar arbeitet, aber während meiner Spielzeit hatte ich keine permanenten massiven Einbrüche.


RTX 3080 wird ordentlich gefordert

Meine RTX 3080 lief während des Tests ebenfalls ordentlich auf Temperatur.

Auf dem Screenshot wurden unter anderem folgende Werte festgehalten:

  • GPU-Auslastung: 66 %
  • GPU-Takt: 1785 MHz
  • GPU-Speichertakt: 9502 MHz
  • GPU-Temperatur: 76 °C
  • GPU-Leistungsaufnahme: 207,3 Watt
  • VRAM-Auslastung: 6,38 GB

Besonders interessant finde ich die VRAM-Auslastung.

Mit 6,38 GB belegtem Grafikspeicher bleibt E-Day bei meinen 1080p-Einstellungen noch deutlich unter den 10 GB meiner RTX 3080.

Das zeigt auch: Für meine gewählten Einstellungen ist nicht unbedingt der VRAM das Problem. Die RTX 3080 hat noch Luft.


Auch die CPU hat ordentlich zu tun

Noch spannender wird es bei der CPU.

Mein Ryzen 7 5700X wurde während der Messung mit einer Gesamtauslastung von rund 51 % angegeben. Die maximale Taktfrequenz lag bei 4550 MHz.

Dabei wurde eine CPU-Temperatur von ungefähr 69 °C gemessen.

Auch der CPU-Verbrauch blieb mit rund 75,7 Watt Package Power im erwartbaren Bereich.

Das passt zu aktuellen PC-Benchmarks von E-Day: Das Spiel fällt für einen Unreal-Engine-5-Titel durch seine vergleichsweise hohe CPU-Anforderung auf und kann moderne Mehrkernprozessoren ordentlich beschäftigen.

Bei meinem Ryzen 7 5700X hatte ich allerdings zu keiner Zeit das Gefühl, dass die CPU komplett am Limit hängt.


32 GB RAM – und plötzlich wird es interessant

Eine Sache aus meinen Screenshots ist allerdings besonders auffällig.

Mein PC verfügt über 32 GB DDR4-3200.

Während des Tests zeigte der Windows-Task-Manager allerdings:

29,4 von 31,9 GB RAM belegt – also rund 92 %.

Das ist schon eine Hausnummer.

Natürlich bedeutet eine hohe RAM-Auslastung nicht automatisch, dass das Spiel 29 GB alleine benötigt. Windows, Hintergrundprogramme, Launcher und weitere Prozesse teilen sich den Arbeitsspeicher ebenfalls.

Trotzdem zeigt der Wert sehr deutlich, dass 32 GB bei einem modernen PC-Spiel wie E-Day durchaus sinnvoll sind.

Für einen Gaming-PC, der nebenbei noch Browser, Discord, OBS oder andere Programme laufen lässt, würde ich deshalb aktuell definitiv bei 32 GB bleiben.

Für zukünftige Spiele wird 32 GB ohnehin immer interessanter.


DLSS Dynamic macht einen guten Job

Ich habe mich bei meinem Test bewusst für DLSS Dynamic entschieden.

Das Spiel bietet auf dem PC zahlreiche moderne Upscaling-Technologien. Dazu gehören unter anderem DLSS, FSR und XeSS. Auch Frame Generation und weitere moderne Verfahren werden unterstützt.

Bei meinen Einstellungen hat DLSS Dynamic einen guten Eindruck hinterlassen.

Das Bild bleibt scharf genug und gleichzeitig wird die GPU entlastet. Gerade bei einem Spiel, das technisch so viel gleichzeitig darstellen möchte, ist das eine sinnvolle Option.

Interessant ist außerdem, dass aktuelle Tests zeigen, dass DLSS 4 und DLSS 4.5 in E-Day teilweise sehr nah beieinanderliegen.

Für meine RTX 3080 ist die Situation natürlich etwas anders als bei den neuesten RTX-50-Karten. Trotzdem zeigt sich: Upscaling ist bei E-Day kein optionales Spielzeug, sondern kann einen echten Unterschied machen.


Raytracing habe ich ausgeschaltet

Für meinen persönlichen Test habe ich Raytracing deaktiviert.

Das bedeutet allerdings nicht, dass E-Day ohne moderne Beleuchtung auskommt.

Ganz im Gegenteil.

Das Spiel nutzt bereits viele technische Features der Unreal Engine 5. Hardware-Raytracing spielt bei der PC-Version eine wichtige Rolle und ist laut den offiziellen Anforderungen sogar Bestandteil der Hardwarevoraussetzungen.

Auf meiner RTX 3080 wollte ich allerdings bewusst testen, wie sich das Spiel mit hohen Einstellungen und ohne zusätzlich aktiviertes Raytracing schlägt.

Und genau hier liefert die Karte ein ziemlich überzeugendes Ergebnis.

75 FPS im Durchschnitt bei hoher Grafikqualität sind für eine mittlerweile ältere RTX-Generation absolut ordentlich.


Gameplay: Gears bleibt Gears

Technisch kann E-Day noch so beeindruckend sein – am Ende muss sich ein Gears of War aber vor allem gut spielen.

Und genau hier fühlt sich E-Day angenehm vertraut an.

Deckung suchen, Gegner unter Feuer nehmen, flankieren, nachladen und im richtigen Moment aus der Deckung springen – das bekannte Gears-Grundprinzip ist weiterhin vorhanden.

Gleichzeitig wurde die Bewegung modernisiert.

E-Day möchte das klassische Deckungs-Shooter-System nicht komplett verändern, sondern ihm etwas mehr Freiheit geben. Dadurch wirken manche Gefechte dynamischer als bei den älteren Teilen.

Das funktioniert für mich überraschend gut.


Der Emergence Day funktioniert

Die größte Stärke von E-Day ist für mich allerdings die Atmosphäre.

Der Emergence Day ist einer der wichtigsten Momente innerhalb der Gears-Geschichte. E-Day zeigt nicht einfach irgendeine weitere Schlacht, sondern einen Zeitpunkt, an dem die Welt gerade komplett aus den Fugen gerät.

Überall herrscht Chaos.

Die Mischung aus militärischer Science-Fiction, Horror und brachialer Action funktioniert dabei hervorragend.

Gerade die ersten Begegnungen mit der Bedrohung sorgen dafür, dass E-Day deutlich düsterer wirkt, als man es vielleicht von einem klassischen Action-Shooter erwarten würde.


Technisch beeindruckend – aber nicht perfekt

So gut die Technik insgesamt ist, ganz ohne Kritik kommt E-Day bei mir trotzdem nicht davon.

Das Spiel ist anspruchsvoll.

Andere Tests zeigen ebenfalls, dass die PC-Version selbst moderne Hardware ordentlich fordert. ComputerBase bezeichnet E-Day sogar als neue Grafikreferenz und kommt zu dem Schluss, dass die beeindruckende Optik entsprechend schnelle Hardware verlangt.

Auf meinem PC ist das Ergebnis allerdings sehr zufriedenstellend.

Die Kombination aus Hoch + DLSS Dynamic + Raytracing aus funktioniert für meine RTX 3080 sehr gut.

Wer dagegen unbedingt maximale Grafik, Raytracing und hohe Auflösungen gleichzeitig fahren möchte, wird deutlich stärkere Hardware benötigen.


Mein Eindruck

Nach meinem Test bin ich positiv überrascht.

Ich hatte erwartet, dass die RTX 3080 bei einem aktuellen Unreal-Engine-5-Spiel deutlich stärker kämpfen muss.

Stattdessen bekomme ich bei 1080p ein sehr ordentliches Ergebnis:

75 FPS im Durchschnitt, 59 FPS 1%-Low und eine insgesamt sehr stabile Darstellung.

Dazu kommt die wirklich beeindruckende Grafik.

Die 76 °C GPU-Temperatur sind für mich ebenfalls völlig in Ordnung. Der Ryzen 7 5700X blieb mit rund 69 °C ebenfalls angenehm im Rahmen.

Der einzige Wert, bei dem ich genauer hinschauen würde, ist die RAM-Auslastung von 92 %. Wer nebenbei noch zahlreiche Programme geöffnet hat, könnte hier irgendwann an die Grenze von 32 GB kommen.

Für reines Gaming sind 32 GB aber weiterhin eine sehr gute Ausgangsbasis.


Fazit

Gears of War: E-Day ist für mich ein richtig starkes Comeback.

The Coalition verbindet die bekannten Stärken der Serie mit moderner Technik und einer deutlich beeindruckenderen Präsentation.

Besonders die Grafik ist eine der großen Stärken. Gleichzeitig zeigt mein eigener Test, dass man dafür nicht zwingend eine aktuelle High-End-Grafikkarte benötigt.

Meine RTX 3080 zusammen mit dem Ryzen 7 5700X und 32 GB RAM schafft bei hohen Einstellungen und DLSS Dynamic im Schnitt 75 FPS.

Und das bei einer Optik, bei der man teilweise wirklich zweimal hinschauen möchte.

Natürlich gibt es stärkere Hardware und natürlich kann man E-Day noch deutlich weiter nach oben drehen. Aber für mein Setup ist das Ergebnis mehr als zufriedenstellend.

Für mich ist E-Day damit nicht nur ein weiterer Gears-Teil, sondern auch ein ziemlich beeindruckender Beweis dafür, was mittlerweile aus der Unreal Engine 5 herausgeholt werden kann.

Meine Wertung: 9/10

KategorieWertung
🎮 Gameplay9/10
🎨 Grafik10/10
🔊 Sound9/10
💥 Atmosphäre10/10
⚙️ Technik9/10
Gesamt⭐ 9/10

Performance-Fazit

1080p · Hoch · DLSS Dynamic · Raytracing Aus

Ø 75 FPS · 1%-Low 59 FPS · 6,38 GB VRAM · 76 °C GPU · 69 °C CPU

Für mich ist das ein sehr starkes Ergebnis.


❤️ TEILZEITGEEKS CREATOR SUPPORT ❤️
Kleine Creator. Große Leidenschaft.

Von Nico

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